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Auf den Wegen zur Kunst


Todi - Umbrien
TODI
Todi befindet sich auf einem Hügel, wo er den Zusammenfluss des Sturzbaches Naia des Flusses Tiber inmitten eines eindrucksvollen Hügelpanaromas dominiert. Das Herz von Todi ist die Piazza del Popolo, ein prächtiges Gelände, an dem die Gebäude stehen, die Symbol des geistigen und bürgerlichen Lebens der Gemeindeverwaltung sind. Der Dom, der der Hl. Jungfrau Maria gewidmet ist, das Gebäude der Prioren mit typisch mittelalterlichem Aussehen, das Gebäude des Volkstribuns im italienischen Gotikstil. Das erste große Gebäude, auf das man stößt, wenn man in die Stadt kommt, ist die Kirche Santa Maria della Consolazione, deren Bau 1508 begonnen und 1606 beendet wurde - wahrscheinlich nach einem Projekt von Bramante. Wenn man die Stadt hinaufsteigt, kommt man an die Piazza della Repubblica, wo die gotische Kirche San Fortunato steht, dessen Bau in der zweiten Hälfte des 15. Jh. beendet wurde. In der Kirche, die dem Schutzheiligen der Stadt gewidmet ist, wird die Krypta aufbewahrt, wo Jacopone da Todi, der religiöse Dichter, begraben ist, der am charakteristischen für das 13. Jh. ist. Todi ist beeindruckend schön und wurde nach einer Studie, die von angesehenen, weltberühmten amerikanischen Architekten durchgeführt wurde, als die Stadt mit der höchsten Lebensqualität bezeichnet.

Perugia - Umbrien
VON TODI NACH PERUGIA
Von Todi aus fährt man auf der Schnellstraße E45 weiter in Richtung Perugia. Es lohnt sich, einen Abstecher nach Monte Castello di Vibio (nächste Ausfahrt), einem Städtchen zu machen, das für das kleinste Theater der Welt berühmt ist. Das Theater della Concordia wurde 1808 eröffnet und ist wirklich ein Theater, das nach Maß des Ortes ist, 99 Sitzplätze insgesamt auf den Tribünen und im Parkett, das wiederum ganz aus Holz ist. Sein Seltenheitswert besteht in der Größe der drei Räume: Eingangshalle, Zuschauerraum und Bühne sind gut aufeinander abgestimmt, um den Resonanzkasten hervorzuheben und tatsächlich bietet das Theater eine sehr interessante Akustik. Fährt man dann weiter auf der E45, kommt man nach Perugia, der Kunst- und Kulturstadt, deren reichhaltige Geschichte auf weit zurückliegende Epochen zurückgeht. Künstlerischer Mittelpunkt der Stadt ist die großartige Piazza IV Novembre, wo das Gebäude der Prioren (in dem sich die Passage „Galleria Nazionale dell'Umbria“ mit der größten Sammlung an Werken von Künstlern befindet, die an Umbrien gebunden sind) der Kathedrale und dem Brunnen „Fontana Maggiore“ gegenüber stehen. Zahlreiche Kirchen, öffentliche Gebäude und Museen machen die Regionalhauptstadt von Umbrien zu einer der schönsten Städte unseres Landes. Mit ihren etruskischen Mauern, mittelalterlichen Steinen, dem Marmor von Agostino von Duccio, den Fresken von Perugino sowie den Gebäuden aus dem sechzehnten Jahrhundert des Papstsitz Perugia spürt man die Lebendigkeit des fast gesamten Verlaufs der italienischen Kunst und der unglaublichen Geschicklichkeit, mit der die Stadt ausgerichtet wurde.

Orvieto - Umbrien
VON TODI NACH ORVIETO
Von Todi aus fährt man auf der SS448 weiter in Richtung Orvieto und bei der Ortschaft Ponte weiter auf der SS205. Im Einklang mit dem Tufffelsstein, auf dem sie erbaut wurde, ist Orvieto ein außergewöhnliches Beispiel dafür, dass Werke der Menschen in die Natur eingegliedert werden können. Die Stadt Orvieto zu besuchen ist als ob man die Geschichte durchlaufen würde, da sich die Spuren aller Epochen aus fast drei Jahrtausenden an einem zuvor erschaffenen Ort konzentrieren. Neben dem Dom, dem Meisterwerk der italienischen Gotikkunst, ist auch der Brunnen „Pozzo di San Patrizio“, der im 16. Jh. nach Projekt von Antonio da Sangallo il Giovane erbaut wurde, zu besuchen. Der Palazzo del Popolo wurde um das Jahr 1157 im romanisch-gotischen Stil erbaut. Der Palazzo dei Sette ist ein Bau aus dem XIII. Jahrhundert eines der wichtigsten Gerichtsbarkeiten der Stadt. Das Gemeindegebäude wurde in der Zeit der Gründung der Freien Gemeinde erbaut und im späten 16. Jh. einer radikalen Restaurierung unterzogen, die von Ippolito Scalza realisiert wurde. Zahlreiche andere Gebäude und Denkmäler machen diese Stadt in der Welt einzigartig.

Montefalco - Umbrien
TODI - MONTEFALCO - BEVAGNA - FOLIGNO
Von Todi aus fährt man auf der SS448 weiter in Richtung Foligno.
Erster Zwischenstopp auf diesem Weg ist Montefalco, einem Städtchen, das zu den schönsten Ortschaften Italiens zählt. Wegen seiner herrlichen Aussichtsposition auf die Topino- und Clitunno-Ebenen wird Montefalco „Geländer von Umbrien“ genannt. In der Altstadt, deren mittelalterlicher Aufbau unversehrt geblieben ist, ist die Pinakothek S. Francesco, in der Gemälde aus der Zeit vom XIII. bis zum XVII. Jh. aufbewahrt werden, von bemerkenswertem Interesse; von besonderem Wert sind die Fresken von Benozzo Gozzoli in der Mittelapsis; des Weiteren gibt es dort Werke von Nicolò Alunno, Mezzastris, Melanzio, Tiberio d’Assisi sowie die Krippe von Perugino.
Bevagna hat vor allem das Aussehen einer mittelalterlichen Stadt, die zu den schönsten Orten von Italien zählt. In der Altstadt gibt es zahlreiche Denkmäler und Kirchen, Theater und Gebäude. Dabei sind die Denkmäler aus römischer Zeit von besonderer Wichtigkeit: Überreste der Wandelgänge des Tempels, Theaterüberreste sowie ein Mosaik in der Nähe von Porta Guelfa. Die Piazza Filippo Silvestri, eines der schönsten Orte Umbriens, vereinigt wichtige Denkmäler in sich: die Kirche San Michele Arcangelo, der Palazzo dei Consoli sowie die Kirche S. Silvestro.
Foligno erhebt sich am südöstlichen Rand des Tales „Valle Umbra” und ist eine der wenigen Städte von Umbrien, die sich auf einer Ebene befindet. Im XV. Jahrhundert wurde die Stadt wegen ihrer Druckereien sehr berühmt - hier wurde nämlich am 11. April 1472 die erste gedruckte Kopie von Dantes Göttlichen Komödie gedruckt. Im Palazzo Trinci, dessen Bau 1389 begonnen und 1407 beendet wurde, befindet sich eine eindrucksvolle Gemäldereihe von Gentile da Fabriano sowie die Pinothek. Nicht zu verpassen sind der Palazzo Deli und der Palazzo Barnabò im neuklassizistischem Stil, die die Altstadt von Foligno zusammen mit den Häusern aus dem vierzehnten Jahrhundert charakterisieren.



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